Ich erinnere mich noch schwach an meine Schulzeit, zu der wir jedes Jahr Papierbögen erhalten haben, ob und welche Zusatzversicherungen unsere Eltern denn gern abschließen möchten. Da ich mit dem Fahrrad zur Schule gefahren bin, haben wir anfangs immer eine Fahrradversicherung über die Schule abgeschlossen. Allerdings ist nie was passiert.

Nach dem Schulwechsel gab es diese Möglichkeit plötzlich nicht mehr, da ich an einer Privatschule unterrichtet worden bin. In dieser Zeit wurden mir drei Fahrräder geklaut. Von einem öffentlichen Bushof. Selbst das schäbigste Rad wurde mir entwendet. Wir haben uns sehr geärgert, denn eine Hausratversicherung oder ähnliches, die vielleicht dafür aufgekommen wäre, hatten wir auch nicht. Also gab es auch immer nur gebrauchte Räder für mich. Damit blieb der Schaden möglichst klein.

Günstige E-Bikes gibt es aber nicht. Darum sollte jeder, der ein E-Bike besitzt, ganz gleich ob normales E-Bike oder Pedelec, eine Versicherung abschließen. Zuvor kann man natürlich prüfen, ob eine bestehende Versicherung den Diebstahl eines E-Bikes abdeckt oder, ob sich – Dank Zusatzleistungen – nicht etwa doch eine spezielle Fahrrad-Vollkasko-Versicherung lohnt.

Versicherungen für Fahrrad und Pedelec (bis 25km/h)

Es ist möglich das E-Bike vor Einbruchdiebstahl über eine Hausratversicherung abzusichern. Diese greift bei einem Einbruch in die verschlossene Wohnung oder Kellerrräume, da Fahrräder zum Hausrat dazu gehören. Das Rad wird dann bis zu seinem Wiederbeschaffungswert hin ersetzt. Wer sein Rad auch gegen Diebstähle auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen versichern lassen möchte, kann dies über eine Zusatzklausel der Hausratversicherung abdecken. Dies wird meist über eine vorab vereinbarte Versicherungssumme realisiert. Diese wird durch einen Prozentsatz bezogen auf den Gesamtwert des Hausrats bestimmt. Oftmals wird auch nur der Zeitwert ersetzt.

Ärgerlich, da der Kaufwert schon mit dem ersten Tritt in die Pedale enorm sinkt. Damit der Frustrations-Spiegel nicht zu hoch wird, sollte über eine spezielle Fahrradversicherung nachgedacht werden. Spezialisierte Versicherer bieten den Vorteil, dass sie den vollen Kaufpreis eines E-Bikes zurückerstatten. Das kann sich aber schnell in der Versicherungssumme niederschlagen. Daher ist es notwendig darauf zu achten, dass die Versicherungssumme in Abhängigkeit zum Kaufwert steigt, wie beispielsweise bei der Ammerländer Versicherung. Bei Versicherungen mit festen Sätzen kann es passieren, dass die Absicherung eines Pedelec bei 200 Euro im Jahr liegt, der Wert selbst aber nur 1.000 Euro entspricht. Das rechnet sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr.

Generell sollte man in jedem Fall prüfen, ob und zu welchen Konditionen das E-Bike in der Hausratversicherung mit abgedeckt wird. Sollte sich der Wert als nicht-zufriedenstellend zeigen, sollte sich jeder E-Bike Besitzer mit der Möglichkeit einer zusätzlichen Versicherung auseinandersetzen. Nur so kann er sichergehen, dass durch einen Diebstahl keine finanziellen Fiaskos geschehen.

Für alle Fälle gilt übrigens: Das Fahrrad muss gut abgeschlossen worden sein. Das Rahmenschloss wird nicht anerkannt.

Versicherungen für S-Pedelecs

Bei S-Pedelecs gelten besondere Bestimmungen, da diese als Kleinkrafträder einzustufen sind. Jeder S-Pedelec-Fahrer benötigt eine KFZ-Haftpflichtversicherung. Wer seine S-Klasse gegen Diebstahl schützen möchte, kann beispielsweise eine Kaskoversicherung abschließen.

Die Vor- und Nachteile der Versicherungstypen

E-Bike Versicherung

Pro:

  • Decken (meistens) den gesamten Kaufpreis
  • Bieten Zusatzleistungen (Defekte, Verschleiß) an
  • Versicherungskosten orientieren sich am Wert des Bikes (vorab klären)

Contra:

  • Zusätzliche Kosten

 

Hausratversicherungen

Pro:

  • Sind oft günstiger als spezielle E-Bike/Pedelec-Versicherungen

Contra:

  • Decken oft nur Zeitwert ab
  • Keine Zusatzleistungen