Ein E-Bike kann beim Transport nicht mit einem normalen Rad verglichen werden. Zwei E-Bikes kommen schon auf einen guten Zentner Gewicht. Das stellt ganz andere Herausforderungen an Fahrradträger und das Auto.

Transportiert man seine federleichten Rennräder wahlweise auf dem Autodach, an der Heckklappe, auf der Anhängerkupplung oder via ausgebauten Laufrädern im Innenraum, sind die Möglichkeiten der bis zu 25 Kilogramm schweren E-Bikes eher begrenzt. Es wäre zwar zulässig das Rad auf dem Autodach mitzuführen, doch gestaltet sich das Anheben und Befestigen einer solchen Last als relativ schwer und gefährlich. Daher ist eher davon abzuraten, wenn man keine Unfälle riskieren möchte. Besonders für Kleinwagen ist es zudem fraglich, ob man sein E-Bike im Innenraum transportieren kann. In meinen Mazda 2 passt es schon mal nicht. So viel ist klar. Sonst hilft wohl nur ein großer Kombi, Van oder gar Minibus. Wobei natürlich auch die Möglichkeit besteht, die Einzelteile abzuschrauben, um das Rad passend für den Innenraum zu konfigurieren. Das ist für viele allerdings zu impraktikabel und schlichtweg kompliziert.

Transport im Auto

Bei großen Autos mit rund 80 Zentimeter Höhe im Innenraum, sollte der Transport der Räder zwar möglich sein, doch sollte man beachten, dass diese auch sicher zu befestigen sind.  Das heißt, dass man auf jeden Fall für Spanngurte sorgen sollte, um sich und seine Mitfahrer im Falle einer Vollbremsung oder eines Unfalls nicht zu gefährden. So ein Fahrrad kann schnell zum tödlichen Geschoss werden, wenn die Kräfte von außen groß genug sind.

Vorteile:

  • Spritverbrauch ändert sich nur minimal
  • Fahreigenschaften werden nicht beeinträchtigt
  • Keine Befestigung weiterer Transportmöglichkeiten notwendig

Nachteil:

  • Gefährlich für Fahrer und Beifahrer
  • Nur bei besonders großen Autos möglich

Der Transport auf dem Fahrradträger

Die Träger für E-Bikes werden in der Regel an der Anhängerkupplung angebracht. Ärgerlich, wenn man gar keine besitzt und diese zunächst teuer nachgerüstet werden muss. Eine abnehmbare Kupplung, inklusive Beleuchtung, kostet rund 500 Euro. Und damit hat man den Träger noch gar nicht gekauft.

Ein qualitativ hochwertiger Fahrradträger ist ab rund 500 Euro zu erhalten. Dabei ist auf Test und Prüfsiegel zu achten. Sparfüchse sollten sich zuerst absichern, ehe sich das vermeintliche Schnäppchen als instabil herausstellt und das E-Bike später auf der Straße liegt. Testergebnisse findet man beispielsweise bei der GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung). Auf einem Träger haben übrigens maximal zwei Räder Platz. Das zulässige Gesamtgewicht von 75 Kg (inklusive Träger), darf bei der Anhängerkupplung nicht überschritten werden.

Wer auf Komfort beim Aufladen nicht verzichten möchte, kann sich kleine Laderampen für rund 40 Euro dazu kaufen. So hebt man sich auch keinen Bruch, wenn man das Rad auf dem Träger befestigen möchte und bei den Kosten eines guten Trägers sind die Zusatzkosten dann ohnehin schon egal.

Vorteil:

  • Modell des Autos ist irrelevant
  • Fahrer und Mitfahrer werden nicht gefährdet

Nachteil:

  • Sehr teuer in der Anschaffung
  • Fahrverhalten wird beeinträchtigt

Wenn nach aller Sicherung aber trotzdem mal was passiert und das E-Bike beschädigt wird, kann eine Fahrradversicherung eingreifen, um die größten Schäden einzudämmen. Besser ist es natürlich, wenn das E-Bike sicher und wohlbehalten am Zielort ankommt. Daher: Augen auf im Straßenverkehr und für ausreichend Sicherung sorgen.