Die Entscheidung ist gefallen, ein E-Bike darf es sein. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wo man ein E-Bike eigentlich kaufen kann. Im normalen Fahrradladen? Im Netz? Grundsätzlich kann man E-Bikes natürlich im Internet suchen, Preise vergleichen, sogar kaufen und sich nach Hause liefern lassen.

E-Bikes online bestellen

Es gibt unzählige Portale und Online-Shops, die E-Bikes anbieten. Neben qualitativ hochwertigen Markenrädern finden sich auch „Discount-Räder“, die quasi zum Schleuderpreis angeboten werden. Bei Elektrorädern unter 1.500 Euro sollte man vorsichtig sein und zumindest Bewertungen anderer Käufer überfliegen (allerdings unter dem Aspekt, dass rund 30 Prozent der Online-Bewertungen gefälscht werden) und nach Gütesiegeln und Tests Ausschau halten. Womöglich fliegt einem der Akku zwar nicht direkt um die Ohren, aber es können dennoch Einbußen in Puncto Akku-Laufzeit, Verschleiß und Lebensdauer durch Billigmaterial resultieren. Damit spart der Käufer letztlich dann doch nicht, weil schneller in neue Teile und Reparaturen investiert werden muss. Empfehlenswert ist das Online-Shopping daher nicht unbedingt. Vor allem, wenn man bisher kein E-Bike hatte, ist es notwendig, vorab einige Proberunden zu fahren, ehe man sich für den Kauf entscheidet.

Für erfahrene E-Biker, die sich bereits in der Materie auskennen und wissen, worauf es ankommt, kann das Online-Shoppen allerdings eine gute Alternative sein, um sich vorab zu informieren und gegebenenfalls ein Schnäppchen zu schlagen.

Das Elektrorad aus dem Radlershop

Es gibt auch Anbieter von Fahrrädern, die einfach ihr Sortiment um E-Bikes erweitert haben. Das ist gut, solang die Expertise ebenfalls aufgestockt worden ist. Wenn der reine Verkauf im Vordergrund steht, die Kunden aber mangelhaft oder gar nicht beraten werden, sollte vom E-Bike-Kauf Abstand genommen werden.

E-Bikes und Pedelecs sind motorbetrieben und daher nicht mit normalen Fahrrädern zu vergleichen. Natürlich gilt auch für normale Räder, dass ein „Probesitzen“ wichtig ist, da nicht jedes Modell zu jedem Menschen passt. Allerdings kommt bei E-Bikes der Sicherheitsaspekt hinzu: Ohne eine professionelle Einweisung kann die erste E-Bike-Fahrt böse enden. Der zusätzlich Energieschub wird schnell unterschätzt, das habe ich selbst erlebt. Bei meiner ersten Probefahrt wäre ich fast in eine Mauer gefahren, weil ich nicht damit gerechnet hätte, wie heftig die Unterstützung sein würde. Das nächste Problem stellen auch Reparaturen am Motor und der gesamten Vorrichtung. Ist es nicht möglich das E-Bike im Shop des Händlers reparieren zu lassen, würde ich auch da von einem E-Bike Kauf abraten. Es ist einfach stressfreier und angenehmer, wenn das Rad zum Händler des Vertrauens gebracht werden kann, wenn irgendwas kaputt geht. Das ist auch für etwaige Garantiefälle besser.

Professionelle E-Bike Shops

Mittlerweile haben sich – vor allem in größeren Städten – professionelle E-Bike Shops niedergelassen, die tatsächlich in Beratung, Verkauf und Reparatur auf die Elektroräder spezialisiert sind. An einen solchen hatte ich mich auch gewand, als ich mir ein E-Bike zulegen wollte. Für mich war klar, dass ich direkt mit dem Experten sprechen wollte, weil meine Erfahrungen mit Pedelecs und Co. bis dato bei Null lagen. Im e-motion Shop in Bonn bin ich fündig geworden. Ich hatte sogar Glück und Geschäftsführer Thomas Busch persönlich nahm mich unter seine Fittiche. Er erläuterte kurz, wie man die Stufen beim E-Bike einstellt und klärte mich direkt über die Unterschiede der  E-Bikes auf. Für mich war klar, dass ich ein normales Pedelec fahren möchte und kein S-Pedelec oder gar „echtes“ E-Bike. Zu viel Pferde unter dem Sattel für mich. Zudem würde mir wohl auch der notwendige Führerschein fehlen.

Das Praktische an Fachmärkten ist die Auswahl an E-Bikes. Wenn die Räder das Sortiment nur aufstocken sollen, ist die Palette an verschiedenen Bikes meist eher begrenzt. So aber hatte ich den Überblick über alle E-Bike Typen und konnte mich für das passende Modell entscheiden. Ein klassisches City-Bike sollte es sein, dass vor allem im Stadtverkehr und kurze Ausflüge geeignet ist. Thomas erklärte mir, worauf zu achten ist und was die Besonderheiten des Bikes ausmacht. Ich hatte mich für ein Rad mit Mittelmotor entschieden. Fachkundige Verkäufer können Interessenten die jeweiligen Vorteile und Unterschiede der Motortypen erklären, was die Entscheidung beim Kauf durchaus beeinflussen kann. Qualität hat übrigens nicht immer seinen Preis: Das günstigste Pedelec ist im Shop bereits für 1.399 Euro zu haben. Für ein Markenrad ein fairer Preis, selbst gebrauchte Räder sind nicht viel günstiger zu erwerben. Interessenten sollten also nicht davor zurückschrecken, einen professionellen E-Bike-Shop aufzusuchen und sich einfach mal umfassend beraten zu lassen. Beratung und eine Probefahrt sind kostenlos und machen garantiert Lust auf mehr. Wer nach einem E-Bike Shop in der Nähe sucht, kann sich beispielsweise an einen der 26 deutschlandweit verteilen E-Bike Shops von e-motion wenden. Oder ihr nutzt einfach die Google-Suche, um einen Shop in eurer Umgebung zu finden. Da die Beliebtheit der Bikes stetig ansteigt, findet ihr sicher auch in eurer Nähe einen kompetenten Berater.