Schneller als die Polizei erlaubt? Na, wir hoffen mal nicht, denn ab sofort sind Pedelecs auch im Einsatz bei unseren Gesetzeshütern. In Leonberg sind seit einigen Wochen zwei Pedelec-Polizisten im Einsatz und gehen auf Verbrecherjagd. Auch ihre Kollegen in Heinsheim sind auf den Geschmack gekommen und zeigen sich begeistert. Die Pedelecs sind definitiv im Kommen – auch bei Vater Staat.

In Südwestdeutschland sind bereits 210 Pedelecs im Einsatz, weitere 50 Stück seien noch für den Streifendienst geplant. Wofür genau die elektronischen Fahrräder eingesetzt werden sollen, ist aber noch nicht bekannt. Werden Verbrecher zukünftig mit dem Rad, statt Motorrad durch die Stadt gejagt? Jedenfalls lassen sie sich flexibler einsetzen als Polizeiwagen. Wilde Verfolgungsjagden wie im Fernsehen wird es aber wohl eher nicht geben. Bisher kamen die Pedelecs bei Kontrollfahrten im Naturschutzgebiet zum Einsatz. Wo das Auto an seine Grenzen kommt, kann das Rad seine Vorteile darbieten. Sicherlich wäre auch der Einsatz mit einem normalen Fahrrad möglich gewesen. Der Vorteil bleibt aber selbst bei der Polizei gleich: Trotz straffer Dienstkleidung kommen die Beamten nicht so schnell aus der Puste. Und wer arbeitet schon gern total verschwitzt? Das sieht auch der Postenleiter in Heimsheim, Uwe Schweigert, so und lobt, dass damit auch größere Strecken zurückgelegt werden können.

Sind Pedelecs bei der Polizei bald Alltag?

Haben wir in Zukunft nun mehr Polizisten auf dem Pedelec zu erwarten? Wünschenswert wäre es. Die Polizisten wären somit nicht nur flexibler und mobiler, sondern auch umweltschonender unterwegs. Polizeiwachen, die die Pedelecs bereits testen konnten, zeigten sich durchweg positiv gestimmt. Wir sind jedenfalls glücklich über die Entwicklung und wären froh, wenn Pedelecs sich gegen Dienstwagen oder generell Autos durchsetzen könnten oder aber zumindest als wirkungsvolle Ergänzung wahrgenommen werden würden. Was haltet ihr von den Polizisten auf dem Pedelec?