Hallo ihr Lieben,

heute habe ich mir vorgenommen mal spontan einen Beitrag zum „Tag des Fahrrades“ beizusteuern, da er mir seit heute Morgen gar nicht mehr aus dem Kopf geht.

Recherche

Direkt auf dem Weg ins Büro wurde ich vom Radiosprecher an ihn erinnert. Am Schreibtisch angekommen begann die Recherche – was ist der „Tag des Fahrrades“, woher kommt er eigentlich und wem/ wessen wird heute gehuldigt? Der erste Blick auf Wikipedia spuckte Folgendes aus: „Der Europäische Tag des Fahrrades ist ein Aktionstag in einigen europäischen Ländern und findet seit 1998 jährlich am 3. Juni statt. Er wurde anlässlich der zunehmenden problembehafteten Verkehrsdichte durch motorisierte Fortbewegungsmittel eingeführt und soll darauf hinweisen, dass das Fahrrad das umweltfreundlichste, gesündeste und sozial verträglichste Fortbewegungsmittel darstellt.“ Und schon klingelte es in meinen Ohren – 1998 galt das Fahrrad als umweltfreundlichstes, gesündestes und sozial verträglichstes Fortbewegungsmittel. Wie sieht es heute aus?

 

Sind E-Bikes Sozial Verträglich?

Wie wird die motorisierte Version des Fahrrades, das Pedelec/E-Bike, wahrgenommen? Gilt es mit Motor auch noch als sozial verträglich? Als umweltfreundlich? Ich fände es spannend hierzu eure Meinung zu hören! Wir befinden uns hier auf einem Blog rund um das E-Bike. Ich persönlich fahre beides liebend gerne – Fahrrad und E-Bike. Das Gefühl der Fortbewegung ist für mich das Gleiche. Ich bewege mich an der frischen Luft, genieße die Sonnenstrahlen und manchmal auch den Regen und Wind. Ich fahre das Fahrrad mit gleichem Tempo, wie das E-Bike und da mein E-Bike ein Lastenrad ist, ernte ich bis heute meist begeisterte Blicke. Die Faszination für Lastenräder ist schließlich noch immer groß. Insbesondere, wenn man Kinder mit ihm transportiert.

Dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass das Image der motorisierten Version leidet. Fußgänger und schnelle Radfahrer sind in Deutschland schon immer eine konfliktbehaftete Konstellation. Und nun sind viel mehr Zweiradfahrer schnell und nur noch Wenige langsam. Auch Konflikte zwischen Autofahrern und (schnellen) Radfahrern sind uns in Deutschland schon bekannt. Zu oft kommen sie sich durch die vorhandene Infrastruktur in die Quere. Ist das E-bike/ Pedelec also auch noch sozial verträglich? Und wenn nicht, wie können wir dies ändern? Aktuell ist die Perspektive, dass sich zu Fahrrädern und Pedelecs noch E-Scooter auf die Rad- und Fußwege gesellen. Wie gut werden sich all diese unterschiedlichen Verkehrsteilnehmer noch verstehen, wenn sie sich einen Fahrstreifen teilen müssen?

Wie umweltfreundlich sind E-Bikes?

Zusätzlich zur sozialen Verträglichkeit kommt natürlich die Frage: wo können wir E-Bikes & Pedelecs einordnen bzgl. ihrer Umweltfreundlichkeit? Eine Frage, auf die es sicherlich keine endgültige Antwort gibt, aber vielleicht ein paar spannende Gedanken? Alle Batterie-betriebenen Fahrzeuge bieten die gleiche Diskussionsgrundlage: inwieweit stehen ihre umweltverträglichen Eigenschaften unter dem Schatten des Energieaufwandes für ihre Herstellung? Ein Akku muss hergestellt werden. Bereits dieser Prozess kostet Energie – danach benötigt er ebenfalls Energie. Während der Fahrt verteilt das Rad dort, wo es sich bewegt, keinen Feinstaub o.ä., aber der Strom muss schließlich irgendwo und irgendwie produziert werden. Steige ich auf mein Lastenrad und fahre mit den Kids in die Stadt, halte ich mich immer für umweltverträglicher, als all die Autofahrer an denen ich vorbei fahre. Aber inwieweit trifft das wirklich zu? Wieviel umweltverträglicher bin ich wirklich?

All dies sind lediglich persönliche Gedankengänge, kein einziger hiervon besteht darauf, endgültig oder gar richtig zu sein. Ich freue mich sehr darauf, eure Gedanken zu diesem Thema zu hören.